
Warum sollte “Al-Qaeda” - die Gruppe die angeblich Hauptziel des “War on Terror” ist - einen Terroranschlag gegen ein Land ausführen, welches erst kürzlich die Regierung gewechselt hat und sich von seiner Rolle als U.S.-Verbündeter im “Krieg gegen den Terror” losgesagt hat?
Die Massenmedien machen für den Bombenanschläge auf das Marriott Hotel, bei dem wenigstens 53 menschen starben, bereits ”Al-Qaeda” verantwortlich. Ein Routinereflex, obwohl es weder eine richtige Untersuchung noch ein Bekennerschreiben gibt.
Am Samstagmorgen sagte der neu gewählte, pakistanische Präsident Asif Ali Zardari zum Parlament:
Wir werden die Verletzung unserer Souveränität und territorialen Integrität, durch jegliche Kraft im Namen der Terrorbekämpfung, nicht tolerieren.
Stunden später und schwupps! “Al-Qaeda” liefert den perfekten Vorwand für die USA, um Pakistans territoriale Integrität im Namen der Terrorbekämpfung zu verletzen.
Vielgasender als das - hätte die pakistanische Führung nicht in letzter Minute ihre Pläne gecancelt im Marriott zu dinieren, wäre die gesamte Führungsstruktur des Landes geköpft worden.
Die gesamte pakistanische Staatsspitze um den neuen Präsidenten Asif Ali Zardari ist dem Anschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad nur durch eine kurzfristige Terminänderung entgangen. Ursprünglich sollten der Staatschef, die Regierung und Armeevertreter am Samstag im Marriott zu Abend essen, wie Innenminister Rehman Malik mitteilte. Erst in letzter Minute sei das Essen in die Residenz von Regierungschef Yousaf Raza Gillani verlegt worden.
Berichtet man bei AFP.
Er erläuterte nicht, ob die Hintermänner des Anschlags von den Planungen für das Essen im Marriott wissen konnten und warum die Änderung erfolgte.
Verwunderlich wäre es jedenfalls nicht, wenn die “Terroristen” gewusst hätten wer dort diniert - bzw. dinieren sollte. Immerhin schwor die Führungsriege scheinbar, dass sie mit der Schoßhündchen-Untertänigkeit - in Bezug auf amerikanische Reichs-Launen - des ehemaligen Präsidenten Pervez Musharraf nicht weitermachen werde.
Der Anschlag fällt in einem Zeitraum, indem dem Spannungen stetig zunahmen - nicht zwischen Pakistan und “Al-Qaeda”, sondern zwischen Pakistan und der U.S.-Regierung.
Die Beziehungen verschlechterten sich dramatisch nach einem Raid von U.S.-Kommandotruppen an der Grenze der Stadt South Waziristan. Bei der Aktion, welche Anfang diesen Monats stattfand, starben insgesamt 20 Leute, darunter auch Frauen und Kinder.
Pakistanische Truppen feuerten auf U.S.-Helikopter, welche letzte Woche die Grenzen des Landes verletzt hatten. Letzte Nacht fand des weiteren eine Wiederholung vom Vorfall im Dorf Angor Adda statt.
Am 13. September schwor der pakistanische Armeechef Gen. Ashfaq Kayani die territoriale Integrität des Landes gegenüber U.S.-Einfällen zu schützen und warnte vor einer direkten Konfrontation mit amerikanischen Streitkräften, falls die Einfälle weitergehen sollten.
Unter Betrachtung dieser Umstände, wie viel Sinn ergibt es da, dass plötzlich “Al-Qaeda” auftaucht und seinem Erzfeind Amerika aushilft, indem man versucht die gesamte pakistanische Führung auszulöschen?
Das ganze würde nur Sinn ergeben, wenn “Al-Qaeda” - oder wer auch immer die Anschläge ausführte - die geopolitische Agenda der Neokonservativen, welche das Weiße Haus kontrollieren, weiterführen wollte.
[via Prison Planet]
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