Unbedeutender Fahrer zu Terroristen-Strafe verurteilt
Heute wird Salim Hamdan, ein Mann der von Zeugen und Strafverteidigern als unbedeutender Fahrer beschrieben wird, welcher nichts von Al Qaeda wusste, verurteilt werden. Hamdan wird sein restlichen Leben im Gefängnis verbringen müssen.
Erst letzte Woche kam ans Licht, dass Osama Bin Ladens führender Bodyguard Guantanamo einfach so verlassen konnte.
Im ersten US-Kriegsverbrecherverfahren seit dem Zweiten Weltkrieg ist der Jemenit Salim Hamdan schuldig gesprochen worden. Ein Militärgericht im Gefangenenlager Guantanamo kam zu dem Schluss, der frühere Fahrer Bin Ladens habe “wesentliche Unterstützung für den Terrorismus” geleistet.
Berichtete die WELT.
Das soggenannte ”9/11 Mastermind”, Khalid Sheik Mohammed, nannte Hamdan in einer geschrieben Aussage, nur einen Chauffeur, welcher ”nicht zum planen oder ausführen geeignet sei”.
Die U.S. Behörden behaupten noch nicht einmal das der Fahrer und Gelegenheitsmechaniker, der nur 200$ im Monat verdiente, eine große Terror-Figur sei. Dafür behaupteten die Kläger, dass er Waffen, welche von Al Qaeda benutzt werden, mitgeführt hatte und half Bin Laden aus Afghanistan verschwinden zu lassen, nachdem die Taliban gestürzt wurden.
Das Verfahren von Hamdan, Guantanamos erstes Kriegsverbrecherverfahren, wurde missbraucht, um für die Vorteile von Bushs “war on terror” zu werben.
Letzte Woche deckte Infowars.net auf, dass eine vom Pentagon produzierte Al Qaeda Dokumentation, welche als Beweis während dem Verfahren vorgeführt wurde, von einem Terrorismusberater geschaffen wurde, der bereits in der Vergangenheit versuchte vom Pentagon veröffentlichte Propaganda als direkt von Al Qaeda veröffentlich abzustempeln.
Menschenrechts-Organisationen üben [...] heftige Kritik an diesen Militärtribunalen, bezeichnen sie als verfassungswidrig, weil den Angeklagten fundamentale Rechte vorenthalten würden.
Heißt es beim SWR.
Kurz nachdem Hamdan 2002 in Guantanamo ankam, erzählte er Fragestellern das er Bin Ladens führenden Bodyguard identifiziert habe - welcher zu diesem Zeitpunkt ein Mitgefangener war. Folge: Der Mann wurde anschließend von Fragestellern freigelassen.
Die Seattle Times fasst es wie folgt zusammen:
Michael St. Ours, an agent with the Naval Criminal Intelligence Service (NCIS), provided the first tidbit. He testified for the prosecution that his job as a prison-camps interrogator in May 2002 was to find and focus on the bodyguards among the detainees.
Hamdan helped identify 30 of them, 10 percent of the roughly 300 detainees then held here. They had just been transferred to Camp Delta from the crude compound called Camp X-Ray, and U.S. intelligence was trying to unmask all of them.
Chief among them was Casablanca-born Abdallah Tabarak, then 47, described by St. Ours as “a hard individual,” and, thanks to Hamdan, “the head bodyguard of all the bodyguards.”
St. Ours said he was eager to speak with Tabarak. But the Moroccan was “uncooperative,” and St. Ours moved on to other intelligence jobs — and never learned what became of him.
On cross-examination, Hamdan defense attorney Harry Schneider, of Seattle, dropped a bombshell: “Would it surprise you to learn he was released without ever being charged?”
St. Ours looked stunned.
“Yeah,” he said.
Die Informationen sollten Inforwars-Leser nicht schocken, schließlich gibt es viele Berichte über sog. “Al Qaeda”-Gefangene, die wie durch ein Wunder aus Maximum-Security-Gefängnissen “fliehen“. Die Top-Al Qaeda-Leute landeten niemals in Guantanamo, da sie 2001 mit US-Flugzeugen ausgeflogen wurden! Dabei handelte es sich um einen Deal, der mit Pakistan abgeschlossen wurde, als die Afghanistan-Invasion begann. Dies wurde später bestätigt und als weiterer “Fehler” abgestempelt. Sy Hersh beschriebt es wie folgt:
Einziges Ziel von Guantanamo ist es, uns langsam an Folter, Gefangenschaft und unfaire Prozesse zu gewöhnen. Infowars berichtete mehrfach darüber, dass es in Guantanamo keine Al Qaeda “Führer” gibt. Die Wahrheit ist, dass es sich bei den “gefährlichen Terroristen” um Studenten, Ziegenhirten und Taxifahrer handelt.
Hamdan wurde als Sündenbock ausgewählt, weil er nichts signifikantes in Bezug auf Al Qaeda aufdecken konnte, denn bei Al Qaeda handelt es um eine Kreation der Geheimdienste.
Nachtrag vom 8. August *)
Hamdan wurde zu nur 5 1/2 Jahren verurteilt. Damit wäre er eigentlich in 5 Monaten draußen, würde er nicht als “enemy combatant” gelten.
Wer in Amerika ein “enemy combatant” ist kann auf unbestimmte Zeit festgehalten werden!
[via Infowars.net]